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LOGGBUCH WE LOVE ICELAND |
09.06. - 13.07.2005 (Teil 1) |
all photos taken by Piotr Wolf |
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(P) Piotr
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(D) David |
(J) Jan |
(T) Tammo |
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Do. 09.06.05
KM 0000,0 (T) Start Berlin-Kreuzberg Manteuffelstr. 48 --> Richtung Prenzlauer Berg. Grund: Piotr hat die Fährtickets vergessen!!! Ölstand auf Maximum (frisch nachgefüllt)
KM 0006,9 (T) Hagenauer Str. 8!!!!
KM 0011,7 (T) AutoTIP: Wellenfett, Öl und Bremsflüssigkeit kaufen
KM 0033,2 (D) Tammo ist Kapitän. Kapitänsplatz und Navigatorplatz sind besetzt. Wir sind auf dem besten Weg die Stadt hinter uns zu lassen.
KM 0037,4 (D) Tanken voll (Heerstr.)
KM 0046,9 (D) Berliner Stadtgrenze (T) Auf dem Weg nach Nauen haben wir Füchse auf der Jagd gesehen. Es wurden diverse Zigaretten geraucht. Piotr hat sein Handy aufgeladen. Jan musste sich ein wenig an die Situation gewöhnen und hat Angst um sein Knie. Ich selbst hatte Angst um das Auto und war positiv P's und D's Eheprobleme überrascht.
KM 0299,0 (T) Ankunft Pohnstorf (23:00) Übernachtung in Annette's Bauwagen - sehr gemütlich... |
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| <FOTO PONSTORF> |
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Fr. 10.06.05
ca. 200ml Öl nachgefüllt. Öldruck < 2 bar, Kühlwasser OK
KM 0360,4 (D) Lübeck Holstentor.
Kapitän: David, Navigator: Tammo
KM 0364,4 (T) Der 1. Unfall: Auffahrunfall an der Ausfahrt vom Aldi. NIX PASSIERT!
Einkaufsliste Lübeck: Klopapier, Müllsäcke, Käse, Butter, Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Obst, Wasser, Tomatenmark, Dosentomaten
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KM 0420,8 (T) Linker Tank leer --> umgeschaltet auf rechts
KM 0431,7 (T) Motor spontan ausgegangen --> Benzin aus Ersatzkanister in linken Tank nachgefüllt. THESE: Um ordentlich Benzin in den Vergaser pumpen zu können, müssen beide Tanks mit Benzin gefüllt sein. Aufgrund dieser Tatsache machen 2 getrennte Tanks besonders viel Sinn!
KM 0487,5 65 Liter getankt. VERBRAUCH: 65/4,5 (450 km) = 14l/100km
ca. 200 ml Öl nachgefüllt
Reifendruck gecheckt: 2,2 bar
KM 0500,0 (T) Rechts Kühe, links Wald
KM 0548,2 (T) Dt./Dänische Grenze
Kapitän: Piotr, Navigator: David
KM 0577,4 (T) Uns kommt ein Traktor mit einer Rakete entgegen - Straße 179/175
KM 0714,2 (T) Übernachtung auf Campingplatz an der Nordsee bei Windstärke 6-7 ((J) nur für 2 Personen bezahlt) |
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| <FOTO CAMPING DÄNEMARK> |
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Sa. 11.06.05
Vor Abfahrt fast 1,5 l Öl nachgefüllt!!! Kapitän: Tammo, Navigator: Piotr, Kühlwasser OK
(J) Tammo fährt (schaltet immer besser)
KM 0798,9 (T) Holstebro Supermarkt; neuen Kocher gekauft
KM 0837,3 (J) Der Hollunder hierzulande blüht noch nicht viele Stromwindräder durchschneiden den Himmel, den Horizont und alles was dazu gehört.
Nachtrag zu KM 0714,2 (J) Das erste Kochvergnügen mit unserem Gaskocher endete zu einem Viertel im Müll weil die Belegschaft den Stärkebrei der aus den Spaghetti entstanden ist, nicht mehr herunter bekam. Wahrscheinlich ist der Topf und der Kocher nicht so ohne weiteres benutzbar. Vielleicht wäre ein Windschutz von Nöten gewesen.
KM 0865,1 (J) Wir fahren gerade an einem blühenden Rapsfeld vorbei. In Deutschland war schon alles verblüht, noch weiter nördlich am Horizont zieht ein dunkles, langes Regenband auf.
KM 0901,3 (T) Wir sitzen am Meer, etwa 15 km südlich von Hanstholm. Kurz davor haben wir den letzten Wald für 4 Wochen passiert und werden heute die letzte Nacht, oder auch nicht erleben. Wir haben die Norrøna aus der Ferne auf der See erblickt, die Wellen schlagen hoch bei einer frischen Brise...
Verbrauch Berlin - Hanstholm: ca. 140 l für 922,0 km
KM 0920,6 (T) Fährterminal Hanstholm: Fachsimpeln über Geländewagen und Fahrzeugtechnik mit anderen Reisenden. Abfahrt der Fähre um 21:30
So. 12.06.05
(D) Tag auf See. Gestern bezogen wir unsere überaus luxuriös ausgestatteten Couchetten. Heiße, verschwitzte Körper rutschten über hygienisch mit Plastik bezogene Pritschen --> unsere erste Nacht!
Jan ist wieder als erster wach, 8:45h und auch der Rest der Mannschaft hält es nicht mehr lange in unserem Darkroom. |
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Nach einem spartanischen Frühstück zieht uns die Sucht an Deck. Rauchend beobachten wir die vorbeiziehenden Bohrinseln, die Sonne brennt, der Wind bläst steif, das Meer meditiert. Tammo ist gedanklich schon wieder bei 3D-Fotografie und verbringt den ganzen Vormittag mit diesem, seinem "Hobby" und bekommt auch des Öfteren die Chance seine Erfahrung + sein Wissen an unbedarfte Mitreisende weiterzugeben. Mittags sind wir die Stars der Cafeteria indem wir einem netten Opa die Kamera reparieren. Dafür gibt es Bier, Zigaretten und Pizza die wir uns redlich verdient haben.
(T) Windstärke 20+, es ist irgendwann am Nachmittag nach dem Wellness-Programm mit Sauna und Wellenbad als die See erwildert. Ich war noch nie seekrank, aber heute könnte es passieren... Quatsch, das Beste ist, sich abzulenken... so gut es geht.
Nachtrag zum 11.06.05 (T) In den Tag fahren, oder sich an der Schwelle zwischen Tag und Nacht bewegen. |
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(J) Wenn man hinter Plexiglas sitzt, sieht man die Schetties (Shetland Islands) nicht!
(T) Jan sagt es ist jetzt 16:45, ich sage es ist 5. |
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| Das isländische Alphabet: |
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| A / a |
Á / á |
B / b |
D / d |
Ð / ð |
E / e |
É / é |
F / f |
| G / g |
H / h |
I / i |
Í / í |
J / j |
K / k |
L / l |
M / m |
| N / n |
O / o |
Ó / ó |
P / p |
R / r |
S / s |
T / t |
U / u |
| Ú / ú |
V / v |
X / x |
Y / y |
Ý / ý |
Þ / þ |
Æ / æ |
Ö / ö |
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(J) Name: EYDBJØRN EINARSSON JESPERSEN
Telefon: +298214111
Adresse: LYNGGØTA & T ERVA
(T) Das war unser neuer faroerischer Kumpel Eydbjørn
21:30 (T) Das einzigartige Barquiz: Südamerika ist die Hauptstadt von Peru. "The House of the Rising Sun" ist von den Animals. Ein Rugbyteam hat 13 Spieler und die Hauptinsel der Shetlands hat zwei Flughäfen.
23:00 (T) Wir säubern unsere Couchette und legen uns schlafen.
Mo. 13.06.05
04:30 (T) Wir stehen auf, die Fähre liegt bereits im Hafen von Torshavn.
06:00 (T) Wir sehen unseren UAZ wieder. Natürlich hat er kleine "Andenken" hinterlassen, jetzt leckt auch die Hinterachse!
06:30 (T) Wir verlassen die Fähre - beim 6. Mal springt der UAZ an.
Ölstand: Minimum; Kühlwasser: OK
KM 0921,2 (T) Wir uazen von der Fähre, vorausgesetzt er springt an.
Kapitän: Tammo; Navigator: Piotr |
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| KM 0993,9 (T) Wir stehen in Lervik an der Fähre die uns vor der Nase weggefahren ist: Zeit für eine Zwischenabrechnung. Die Außen(Innen)temperatur beträgt 6,5° Celsius, ein stürmischer Wind bläst und es nieselt. |
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| KM 1013,7 (T) Ankunft Viðareiði auf Viðøy. Hotel Norð. 5.4° Celsius. Piotr verhandelt über die Zimmerpreise während wir im UAZ auf das Ende des Regens warten. Jan springt draussen rum und sucht Körner. Der Regen lässt sich nicht überzeugen, die Hotelwirtin schon - die Zimmer sind spottbillig. Wir sind harte Männer und gehen trotz Regen und sinkendem Taupunkt auf den Enniberg. Wir "sehen" Vogelfelsen mit Kolonien von Möwen die sich ihre Nester in den Felsvorsprüngen gebaut haben. |
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Nach einer Partie Billiard (Tammo vs. Piotr: 2:1) gehen wir gegen 3:00 schlafen. Davor werden noch kurz die kostenlosen Pornokanäle auf dem Zimmer getestet.
Di. 14.06.05
(T) Der 2. Tag auf den Farøer beginnt mit Sonne und Wolken. Verheißungsvolle Wolkenlöcher machen uns heiß... Vergeblich! Müdigkeit und Antriebslosigkeit bestimmen den Vormittag. Dann trinken wir Gun Powder und im nächsten Moment sitzen wir im UAZ in Richtung Mulí.
Kapitän: David
Navigator: Piotr
Öl nachgefüllt: war leer, ist jetzt halb voll sagt David
KM 1013,7 (T) Wir fahren vom Hotel los |
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KM 1031,4 (T) Ankunft in Mulí. Aufstieg zum ... Atemberaubende Aussicht von der Spitze, die benachbarten Inseln hinter vorbeiziehenden Wolken, der Blick in den Sund und auf unser Dörfchen Viðareiði… sowie die Insel Viðøy und Nachbarn. |
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Mi. 15.06.05
KM 1049,0 (T) 10:00 Wir verlassen das Hotel Norð in Richtung Fähre über Klaksvik. Jan hat sein Portemonaie seit Tagen nicht gesehen. Außer dem Ausweis befinden sich auch 700 Euro darin -> falsch 400 Euro.
Öl: OK (halbvoll)
Kühlwasser: OK
Kapitän: Piotr
Navigator: David
KM 1141,9 (T) 13:00 Torshavn, Farøranisches Nationalmuseum
KM 1146,1 (T) 15:00 Torshavn Hafenterminal
(J) Schon wieder macht uns die Struktur der Ausweiserei verrückt. Das Portemonaie wird nun vom Hotelpersonal zur Fähre nach Klaksvik gebracht und dann von einem Kurier hoffentlich zur rechten Zeit an unsere Fähre nach Island. David und Jan sind auf 180° und die Bilder der letzten Stunden gehen mir durch den Kopf. 2 mal Taschen aus und einpacken – zu oft an den selben Stellen nachschauen und die Gedanken was wenn ich jetzt nicht auf die Fähre kommen oder nicht nach Island rein kann, die Ausgaben würden ins Doppelte wachsen und eine Trennung ware 4fach beschissen. Wo war es das Portemonaie. Warum hat David noch den Schlüssel von unserem Hotelzimmer mit auf die andere Insel genommen? Wie wird das alles ausgehen? Werden die schönen Eindrücke im Vordergrund stehen? Die Pflanzen in den Tümpeln am Hafen von Viðareiði.
2 Stunden später war die Aufregung vorbei das Portemonaie ist rechtzeitig gekommen und wir schunkelten und ursten gen Island. Während Tammo und Piotr saunierten haben die anderen beiden unsere Touren auf Faröer tief unten im Bauch des Schiffes in den Couchetten von weitem nachempfunden und den sagenumwobenen Enniberg mit seinen enormen Klippen aus der Ferne betrachten können. |
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Do. 16.06.05
KM 1150,0 (J) Start in Seyðisfjörður. DROGEN SIND WEG…
(T) …und ich bin auf Island als Krimineller verzeichnet. Zum Glück ist es kein internationales Strafregister sondern gilt nur auf Island. Soweit ich es verstanden habe bleibt dieser Eintrag lebenslänglich. 3,7 g Cannabis kosten pauschal 25.000 ISK + 3.000 pro Gramm = 37.000 ISK (entspricht ca. 500 Euro) Das ist der Tiefpunkt, kurz. Es regent, mir ist kalt und ich bin so pleite wie in meinem Leben nicht zuvor und das auf einer irgendeiner Insel im Nordatlantik weit weg von meiner Sara.
Zum Drogenhund: Ein süßes Hündchen, leider drogenabhängig. Der Zöllner hatte einen Ball der womöglich gefüllt ist mit allen möglichen Drogen und worauf der Hund abgerichtet wurde. Der Zöllner tat so als werfe er den Ball an die Stelle wo der Hund suchen sollte. Wenn er etwas “Ähnlichriechendes” findet, fängt er einfach an zu graben und zu schnuppern. Dummes Scheißvieh, oder dummer Junkies die meinen sie können nicht mal 4 Wochen ohne Dope zurecht kommen. Zum Glück hat der Hund die Pilzschoko nicht gerochen, sonst wären wir womöglich in den Knast gewandert.
KM 1239,0 24l getankt, ca. 1l Öl nachgefüllt
Außerdem die Windschutzscheibe mit Silikon gedichtet
KM 1251,3 (T) ALLRAD!! OFFROAD YEAH! |
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Fr. 17.06.05
KM 1392,0 (J) Die erste Nacht in der Wüste ist vorbei und sie war gut in der Hütte am Gletscher. Jetzt fahren wir in die Eishöhle.
Ca. 10l Benzin aus Kanister nachgefüllt.
KM 1400,0 (T) “Am Parkplatz” der Eishöhle mit kleinem Picknick |
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KM 1406,1 (T) Kurzer Stop an der Hütte und ab nach Hveragil.
KM 1467,9 (T) Ankunft Hveragil. Also das war mein schlimmster Tag seit ich denken kann. Tag ist gut, wann endet den ein Polartag? Dann wenn man schläfen geht. Zeit existiert nur als Display auf einer Uhr oder am Telefon. Also von vorne: Wir sind gegen 10 in der Sigurdarskali am Kverkfjöll aufgestanden. Um nichts zahlen zu müssen hamm wa mal kräftich jekloppt und jeschruppt umme Hütte für de Touris auf Vordermann zu bringen.
Wir fuhren zur Eishöhle(hölle) und sind reingestiegen, haben Fotos gemacht und Tee getrunken. Es war schön aber erst der Anfang… Nach Anweisung von Elisabeth (dicke Titten), die uns die Abzweigung von der Straße beschrieben hat um nach Hveragil zu kommen, waren wir quasi von der Wüste verschluckt. Der Weg durch die Lavafelder und Vulkanlandschaften war unbeschreiblich, deswegen werde ich auch nicht versuchen es zu beschreiben. 100 Meter vor dem “Parkplatz” des Hveragil hat sich die Handbremse vom Uaz (Urs) verabschiedet, PANIK!!! REPARATURMASSNAHMEN UND HUNGER!! |
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Nach leckerer Pasta und der 372. Zigarette dieses Abenteuers machten wir uns auf zu den (heißen) Wasserfällen, dem eigentlichen Ziel dieser ganzen Expedition. Es war etwa Mitternacht. Wir stiegen in den Canyon hinab, am ersten Wasserfall mußten wir eine Steilwand überwinden da die Temperatur des Wassers bis dato unbefriedigend war. Ich war der letzte der Crew um die Wand zu meistern und ich schwöre, ich hatte Todesangst. Der schwarze Lavastein im Canyon war bröselig, kein Griff versprach Halt und es war scheißsteil!! Das Tosen des Wasserfalls verstärkte die Apokalypse. Ich konnte weder vor noch zurück in der Steilwand hängend, unfähig den richtigen Schritt zum sicheren Weiterkommen, sah ich mich zerschmettert im Pool des Falls liegen. TOT.
Irgendwie hab ich es dann doch geschafft und wir folgten weiter dem Flusslauf im schwarzen Canyon, vorbei an einer Gabelung (warm/kalt), bis wir zum Pool kamen. Ein Bad im warmen Wasser (37° Celsius) entschädigte für Todesangst und Strapazen. Gegen 3:15 waren wir zurück am Uaz, nach einem letzten Kippchen schliefen wir tief und fest. Der Tag war zu Ende. |
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Sa. 18.06.05
Ölstand halb voll
Kühlflüssigkeit etwas nachgefüllt
Handbremse not available
(T) Abfahrt nach Handbremsenreparatur ca. 16:00. Der UAZ-Opa aus Polen hat uns via Radiotelefon gesagt wie es geht! Ich bin so nervös. |
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Kapitän: David
Navigator: Piotr
(T) Die knapp 30 km zurück zur Straße erschienen wie ein Spaziergang bei herrlichem Wetter. Von hier ging es anch Askja zur Drekihütte. Dunkle Wolken kündigten schlechtes Wetter an…
(J) 4 Durchquerungen von relativ jungen Lavaströmen (Angst vor kaputten Reifen und gebrochenen Achsen kam auf) |
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KM 1495,8 (T) Zurück auf der “Straße”
KM 1549,4 (T) Ankunft Dreki
So. 19.06.05
(D) Die dunkle Vorahnung hat ihre Bestätigung gefunden. Die Nacht bestand aus Regen, Regen, Regen, starkem Regen, mittlerem Regen, leichtem Regen, Nieseltröpfchen, großen dicken Tropfen, Regen von der Seite, von oben, im Zelt auch von unten, Flüsse + Bäche im Zelt + im Uaz, nass überall. Dazu ist das Benzin fast alle. Noch haben wir keines organisieren können, hoffen aber dass die Hüttenwärterin vielleicht welches klar machen kann… noch wissen wir es nicht. Übrigens regent es momentan auch + eigentlich den ganzen Tag. Es scheint eine Verschwörung gegen mich im Gange zu sein: Askja will sich nicht offenbaren. Wie vor 2 Jahren. Also warten oder fahren. Bloß wohin fahren und wie ohne Benzin? Oder einfach auf Askja steigen und sich dem Regen stellen... oder im Regen stehen und warten bis man bis auf die Haut nass ist. Why not not – Radiotelefonierend sich mit Rescue-Teams unterhaltend auf Unterhalt von den Eltern hoffen? This time is not a time for sinking into mud, but... Musst du anders schreiben? Wer ist du? Du Du Du Du Du Du ich mich nicht. |
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Gedicht über den Moment --> Über Lavafelder fiel ein Schauer laufend über wessen Rücken ohne Bücken – Flüsse reissen Welten mit. Wasserfälle könnten Felsen gegen Köpfe durch den Canyon und bis fast zum Meer hin treiben, gerade wenn es Heisse sind. Kratersee, willst du uns nehmen – überlaufend wird dein Wasser sprängen wir synchron in dich oder sollen wir uns fügen einer Übermacht von Regen, die in mancher Leute Köpfe strangeways wie ein Staudamm wirkt.
Outdoor-Memme, nimm die Beine + das Handtuch in die eine, in die andre Hand das Lenkrad, Uaz nimm uns alle mit. Wäre nicht die Tanke weiter als selbst Schnufis Zoom kann blicken, müssten wir hier nicht verrecken bei Mazoud und dicken Titten.
(T) Ähem, die Schweizer mit dem Pinzgauer verkaufen uns 16l Benzin!
(D) Sogar 20 Liter für 40 € (da Elisabeth sich einen kleinen Zuverdienst nicht verkneifen konnte...) Aber wer zu doof ist, genug Benzin mitzunehmen, muss halt blechen. Jetzt werden den Schweizern die bisherigen Bilder gezeigt. The swiss guy is telling us that he took 13 rolls of film with him and now at the end of the journey he already has exposed 31 films.
Mo. 20.06.05
(T) Ain’t that funny? Am Schluss haben wir wieder im großen Zelt geschlafen und sind am nächsten Mittag zum Viti aufgebrochen... |
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| ...um im dampfenden, schwefeligen und wunderbaren Kratersee ein Bad zu nehmen. Ein obskurer Ort mit aller Art Gesteinen in allen erdenklichen Farben. Auf dem Rückweg vorbei an der Dreki-Hütte kommt natürlich genau im richtigen Moment die Hüttenwärterin vorbei... Zu ihrem Pech haben wir ihr keinen Penny überlassen, aus gutem Grund – die Duschen hatten auch nur kaltes Wasser... |
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KM 1559,2 (T) Abfahrt von Askja/Dreki-Hütte
Etwa 1l Öl nachgefüllt
Kapitän: Tammo
Navigator: Piotr
KM 1622,7 (T) Benzin alle!!! Das schweizer Benzin mit Bleizusatz kommt zum Einsatz. Uns fehlen 38 km bis zur Tanke.
KM 1660,9 (T) Tankstelle Adalbol: 40l getankt, Chips, Pepsi und Drachendrops gekauft.
Kapitän: David
Navigator: Piotr
KM 1662,4 (T) Zwei große Furten und einen krass steilen Berg bei unglaublich üblen Wetterbedingungen gemeistert. |
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| KM 1728,2 (T) Ankunft Laugarvellir: Nachtlager an einer (schon wieder) heißen Quelle. |
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Der Ort strahlt unheimlich. Ein verlassenes Steinhaus mit Grasdach. Die Temperatur knapp über 0° mitten am Taupunkt. ALLES IST NASS! Eine Tafel am Haus erzählt die Geschichte von Stefan und Gudrun die Anfang des 20. Jahrhunderts in diesem Tal Schafe züchteten. Bei einem Schneesturm verloren sie fast die gesamte Herde, worauf Stefan (der unter Depressionen litt), Selbstmord beging. Was aus Gudrun wurde ist unbekannt. Sie war verschwunden. Nach ihnen blieb der Ort unbewohnt, einzig das verfallene Haus beschreibt das was sich hier einst zutrug. Irgendwie krieg ich ne Gänsehaut.
Auspuff war lose: hammwa befestigt!
Di. 21.06.05
(T) Ein Arbeitslager oder polnisches Dorf auf dem Weg zum Bau des größten Staudamms Islands. Bei Regen und in der Halbdämmerung erscheint die Gegend hier so trostlos. Das Leben der Arbeiter muss knallhart sein. Geht’s uns gut, denk ich mir.
KM 1859,6 Rückkehr nach Seyðisfjörður
Mi. 22.06.05
(D) Nach einem schönen und ruhigen Tag und einer luxuriösen Nacht in unserer Künstlerresidenz kamen tatsächlich alle Josephs + Voins + Beggas hier an. Wir schlafen zu viert im Bett.
(J) Everything changes: we switched into english and have all these feelings and places you have in the city. Doing art, smoking all the time (joints) and so on. We are all looking forward to our exhibition even no one knows what will happen. We got to know a lot of nice people, it looks like all Reykjavik is here in Seyðí. The “others” which will become us and the people from Seyðisfjörður. And we met Karl, this swedish guy who is working here in our house. He lived in my house in Berlin for one week and it is so nice to meet him here(!), even we didn’t know about it. Begga, David and Tammo are in the toilette, Voin, Lisa and Asi are watching a film. Julie closes the window and Joseph is working on some Musik. Fune is sleeping and I will do so too... |
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